Niemanden in der Gesellschaft zurücklassen

München. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutsche Richterbund (DRB) setzen sich für ein konsequentes Vorgehen gegen Hass und Hetze im Netz ein.

Bei einem Treffen mit dem EKD-Vorsitzenden und Landesbischof Bayerns Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm beklagten die DRB-Vorsitzenden Barbara Stockinger und Joachim Lüblinghoff, dass die Verrohung der Sprache im Netz, bis hin zu Hass, Hetze und Drohungen mit Gewalt, zuletzt deutlich zugenommen habe. Dem müsse der Rechtsstaat Einhalt gebieten, waren sich DRB- und EKD-Spitze einig. Dabei gehe es auch darum, die Menschen besser zu schützen, die in der Gesellschaft Verantwortung trügen. An dem Gespräch in München nahm auch Oberkirchenrat Dr. Nikolaus Blum teil, Leiter des Münchener Landeskirchenamtes und Mitglied des EKD-Beauftragtenrates zum Schutz vor sexualisierter Gewalt.

Thema des Gesprächs war auch die aktuelle Corona-Pandemie. Sie treffe gegenwärtig vor allem die Schwächsten der Gesellschaft in Pflegeheimen und Kliniken sowie Kinder. Ihnen müsse in diesen Zeiten erst recht Aufmerksamkeit gewidmet werden sowie besondere Fürsorge und der Zugang zum Recht. Die Verantwortlichen dürften nicht nur auf die Lautesten in der Gesellschaft hören, sondern müssten gerade jetzt den Leisesten ihre volle Aufmerksamkeit widmen, stimmten die Gesprächsteilnehmer überein. Auch die Digitalisierung stelle sowohl die Kirche als auch die Justiz vor ganz neue Herausforderungen, biete aber auch eine große Chance für die Zukunft.

Die DRB-Vorsitzenden brachten zudem ihre Sorgen in Bezug auf die Situation der Justiz im Ausland zum Ausdruck. Der Blick richtete sich dabei vor allem auf die Partner in Kolumbien sowie die Kollegen in der Türkei und Polen.

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Bild von Matthias Schröter Matthias Schröter Pressesprecher
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